Innenansichten

 


Flexible Raumnutzungen, zertifizierte Passivhausbauweise & die technische Ausrüstung zum „Smarthome“ qualifizieren das Projekt „Roter Alkoven“ des Architekturbüros Nouri-Schellinger zum Wohngebäude mit modernsten Standards.
Aufgrund der starken Hanglage & der Erschließung von zwei Seiten konnte eine effiziente Teilung des Hauses in vier Nutzungseinheiten innerhalb eines Doppelhauses realisiert werden.
Es handelt sich hier ferner um ein Plusenergiehaus in Holzrahmenbauweise.  
Am Ende einer Sackgasse im Villenviertel der bayrischen Universitätsstadt Erlangen gelegen, wird das Grundstück sowohl von Norden als auch von Osten erschlossen. Durch die Platzierung des neuen Baukörpers an der nördlichen Seite konnte zum einen der beeindruckende Baumbestand erhalten bleiben & zum anderen die Großzügigkeit der Grünflächen gewährleistet werden. In diesen Kontext fügt sich der Flachdachbau mit einem begrünten Dachgarten gelungen ein. Die kubische Form des Baukörpers & die Fassadenbekleidung aus Aluminiumplatten stehen im spannungsvollen Kontrast zu dem allgegenwärtigen organischen Grün des Grundstücks.
Das Bauvolumen wird durch Fassadenrücksprünge klar in zwei Einheiten geteilt, welche insgesamt vier Nutzungseinheiten beherbergen. Diese gliedern sich einerseits in eine Mehrparteien-Einheit bestehend aus einer Maisonette- & zwei Geschosswohnungen & andererseits in eine großzügige Wohneinheit, welcher das Architekturbüro der PlanerIn & Büroflächen des Bauherrn angeschlossen sind.
Die DHH des Bauherrn verfügt über einen uneinsehbarer Dachgarten, welcher sichtgeschützte Rückzugsorte zwischen den Baumkronen bietet.

Der Fokus bei der Konzeption der Innenräume lag auf Flexibilität der Nutzung & Raumbezüge. Großflächige Schiebeelemente ermöglichen das Zusammenschalten & Trennen verschiedener Raumeinheiten & schaffen je nach Bedarf Transparenz oder Intimität. Im Zusammenspiel mit dem östlichen Atrium des Hauptgebäudes werden lichtdurchflutete Räume geschaffen, deren mögliche Umnutzung bereits im Planungsprozess mit einbezogen wurden. So kann der derzeit als Bibliothek verwendete Bereich des Gebäudes durch wenige Eingriffe zu einer Küche bzw. zu einem Schlafzimmer mit begehbarem Schrankraum umfunktioniert werden. Farbliche Akzente trennen die Räume optisch ihrer entsprechenden Funktion nach voneinander & schaffen eine wohnliche Atmosphäre.
 Ebenso gestaltbestimmend sind detaillierte innenarchitektonische Einbauten wie Regalsysteme, Medienwände & der namensgebende rote Alkoven im Wohnbereich, welche dem Gebäude seinen unverkennbaren Charakter verleihen.
 

IN KÜRZE:

* Architektin Farzaneh Nouri-Schellinger im Auftrag der Ökohof Baubetreuungsgesellschaft Erlangen
* Holzrahmenbauweise in Passivhausstandard
* 241 qm Nutzfläche
* Passive Heizung/Kühlung über die Böden und Zimmerdecken
* Besonders flexibles Innenkonzept erlaubt sehr schnelle Anpassung an Nutzungsänderungen

Das Haus ist ein Passivhaus - das bedeutet:

* 90 % weniger Heizkosten als bei Altbauten
* Aktiver Umwelt- und Klimaschutz: Mindestens 4.000 kg. weniger CO2-Ausstoß im Jahr als herkömmliche Häuser

 Technische Details: www.passivhausprojekte.de/index.php#d_4146